Diabetische Ketoazidose (DKA)

Eine lebensbedrohliche Komplikation bei nicht ausreichend kontrolliertem Typ-1 und gelegentlich Typ-2 Diabetes.

DKA tritt bei 65% der Patienten unter 19 Jahren auf. Es betrifft bis zu 40% der Kinder bei der Erstdiagnose und danach 1,5 – 8% der diabetischen Kinder pro Jahr. Gleichzeitig ist es die häufigste Todesursache bei Kindern mit bekanntem Diabetes und macht etwa 85% dieser Todesfälle aus1.

  1. Basierend auf Daten der ADA aus dem Jahr 2003

DKA ist eine Erweiterung des normalen physiologischen Mechanismus, der die geringe Verfügbarkeit von Glukose in den Zellen kompensiert.

In einem Zustand geringer zellulärer Glukoseverfügbarkeit ändert der Körper von auf Kohlenhydraten basierendem Stoffwechsel zur Fettoxidation. Fettsäuren werden in Adipozyten (Fettzellen) produziert und in die Leber transportiert. Sie werden in Ketonkörper (Acetoacetat, Aceton und Beta-Hydroxybutyrat) zerlegt, die als alternativer Brennstoff für die Zellen verwendet werden. Dieser Zustand wird Ketoazidose genannt.

Ketonkörper sind sauer. Während einer ungehemmten Ketose kann die Anreicherung größerer Mengen an Ketonen in Kombination mit einer Dehydration den pH-Wert des Blutes auf gefährlich saure Werte senken (pH < 7,30).

Laut ADA (American Diabetes Association), Diabetes UK, der Europäischen Gesellschaft für pädiatrische Endokrinologie und führenden Endokrinologen ist die Blutketone-Testung ein wichtiger Bestandteil der Patientenüberwachung bei hyperglykämischen Ereignissen. Glukosewerte typischerweise mit mehr als 250 mg/dl (14 mM) in Kombination mit erhöhten Blutketonen zeigen eine wahrscheinliche DKA an.

Indikationen für Ketontests im Krankenhaus sind:

„Alle Fälle von Hyperglykämie (Glukose> 250 mg / dl) in Kombination mit einem akuten klinischen Zustand: Notsituation, postoperative Phase, Intensivpflege, starke Dehydration, Oligoanurie usw.“1
 
„Alle Fälle von Hyperglykämie, wenn ein Diabetiker ins Krankenhaus eingeliefert wird.“2
  1. Guerci N et al. Advantage to using capillary blood B-hydroxybutyrate determination for the detection and treatment of diabetic ketosis. Diabetes & Metabolism, 2005.
  2. American Diabetes Acssociation. Tests of Glycemia in Diabetes. Diabetes Care 2004;27(Suppl.1).

Vorteile der Beta-Hydroxybutyrat (β-OHB) Bluttestung gegenüber den typischen Harnketonetests:

  • Die typischen Harntests erkennen nur Acetoacetat, aber β-OHB ist das vorherrschende Keton in einer DKA.
  • Die Echtzeitmessung des vorherrschenden Ketons β-OHB zeigt, wie es dem Patienten zum Zeitpunkt des Tests tatsächlich geht.
  • Blut β-OHB ist ein quantitatives Ergebnis, gegenüber dem semi-quantitativen eines Harntests.
  • Harntests können falsch negative Ergebnisse zeigen, wenn sie Luft ausgesetzt wurden. Außerdem können sie auch potentiellen Interferenzen unterliegen.
  • Die richtige Lesezeit ist entscheidend für optimale Ergebnisse. Der Anwender muss Farbänderungen ignorieren, die bereits nach 15 Sekunden auftreten.
  • Blut ist ein leichter verfügbares Probenmaterial als Harn.

Beta-Hydroxybutyrat ist ein besserer Indikator für den Stoffwechselstatus als Acetoacetat zum Nachweis und zur Behandlung von DKA.

DKA-Patienten, die mit Blut-b-OHB überwacht wurden, verließen die Intensivstation 6,5 Stunden früher als Patienten, die mit Urinketonen überwacht wurden: 29,8% Kostenersparnis für Labortests und 70,2% weniger klinische Bewertung.1”

 

DKA-Patienten, die mit Blutketone überwacht wurden, erreichten nach 17 Stunden einen Endpunkt für die intravenöse Therapie gegenüber 28 Stunden für Patienten, die durch Urinketontests überwacht wurden.2”

  1. Vanelli M et al. The direct measurement of 3-beta-hydroxy butyrate enhances the management of diabetic ketoacidosis in children and reduces time and costs of treatment. Diabetes Nutr Metab, 2003 Oct-Dec;1(5-6)
  2. Noyes KJ et al. Hydroxybutyrate near-patient testing to evaluate a new end-point for intravenous insulin therapy in the treatment of diabetic ketoacidosis in children. Pediatr Diabetes. 2007 Jun;8(3).
Um Ketone schnell und einfach im Krankenhaus zu messen bietet es sich daher an die Messung mittels Teststreifensystem am Point-of-Care durch zu führen.

 

“Blood Ketone testing methods that quantify b-OHB , the predominant ketone body, are available and are preferred over urine ketone testing for diagnosing and monitoring ketoacidosis.”

ADA Clinical Practice Recommendations: Jan, 2006 Position Statement: Diabetes Care, 2006

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